Schlossbrunnen-Bruch

Der Bruch ist nach der Quelle "Schloßbrunnen" benannt.

Der Granitabbau früher und heute.

Die Gewinnung von Granit zu Bauzwecken reicht weit zurück, ein Beispiel ist die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Epprechtstein. Das nötige Material lieferten die zutage liegenden Findlinge und anstehenden Felsen. Durch die markgräfliche Verordnung von 1721 wurde der freien, wilden Gewinnung ein Ende gesetzt. Es wurden Lehensgebiete geschaffen, in denen nur berechtigte Personen Granit brechen durften. Am 22. August 1724 wurde erstmals ein Lehensbrief an einen Kirchenlamitzer Steinmetzmeister ausgefertigt. Das 1869 erschienene Bayerische Berggesetz bestimmte, dass in Zukunft nur in planmäßigen, in die Tiefe gehenden Steinbrüchen gebrochen werden durfte. Die Steinbruchflächen wurden vom Staat eingewiesen. Rund um den Epprechtstein gab es 20 Steinbrüche, davon sind zur Zeit noch drei in Betrieb.

 

Der Name geht darauf zurück, dass der Bruch am Brunnen für das Schloß in Kirchenlamitz lag. Die Quellfassung (Brunnenstube) war mit einer hölzernen Wasserleitung mit dem Schloßgebäude in Kirchenlamitz verbunden. Die Waldabteilung trägt heute noch den Namen „Schloßleite“. Bereits vor dem Jahr 1900 wurde der Bruch von den Gebrüdern Frank, Kirchenlamitz betrieben. Bis in die 1980er-Jahre wurde von der Firma Reul, Niederlamitz, Granit abgebaut. Mit Übernahme durch das Großunternehmen „Heidelberger Zement“ wurde unter dem Firmennamen Kiefer-Reul-Teich Mitte der 1980er-Jahre der Steinbruch erheblich erweitert. Mitte der 90er-Jahre wurde der Abbau vorübergehend eingestellt und 1998 durch die Firma Rock Block Traiding (RBT), damals eine Tochter der Firma Vetter, in Eltmann am Main, wieder aufgenommen. Seit Herbst 1999 ruhte zunächst der Abbau im einst tiefsten Steinbruch am Epprechtstein nochmals für einige Jahre um nun wieder fortgeführt zu werden.