Lenks-Bruch

Lenks-Bruch
Foto Stadtarchiv Kirchenlamitz
Lenks-Bruch

Der erste Besitzer, Robert Lenk, gab dem Bruch seinen Namen.
Die Gewinnung und Verarbeitung von Granit am Epprechtstein war ein wichtiger Erwerbszweig für Kirchenlamitz, der besonders mit dem Beginn des Eisenbahnbaues in der Mitte des 19. Jahrhunderts Aufschwung erhielt.
In der Zeit von 1840 bis 1939 fanden in den Steinbrüchen bis zu 500 Beschäftigte Arbeit und Brot.
Den Weg zum Arbeitsplatz legten die Arbeiter sommers wie winters zu Fuß zurück.
Das Mittagessen wurde ihnen von ihren Frauen und Kindern (den "Suppentrogern") gebracht und im Kabinettl (Aufenthaltsraum) eingenommen. Da alle Arbeiter im Bruch Wind und Wetter ausgesetzt waren, hatte jeder mehrere alte Jacken zum Wechseln im Kabinettl.
In den Steinbrüchen waren beschäftigt: Bruchmeister, Sprengmeister, Steinmetze (Steinhauer), Steinbrecher, Schmiede, Abräumer (Hilfsarbeiter), Maurer (gelegentlich im Winter).

Benannt nach seinem Besitzer Robert Lenk, Kirchenlamitz. Im Südwesten des Bruches befindet sich eine Felsengruppe, die die „Lenksteine“ genannt wird.

(Quelle Werner Bergmann)