2. Leben im und am Steinbruch

Granitsteinbrüche entwickeln sich nach Beendigung des Abbaus allmählich zu strukturreichen Biotopen für bedrohte Arten. Deshalb wurde die ursprünglich vorgesehene und zum Teil schon begonnene Wiederverfüllung der Brüche am Epprechtstein nicht weiter fortgeführt.

Die freien Felsen können von Flechten und Moosen sowie Bärlappgewächsen wie z. B. dem Keulen-Bärlapp besiedelt werden. In schattigen Felspartien gedeihen Farn-Arten. Tiefe Brüche füllen sich langsam mit Wasser. Hier können sich Amphibien wie Berg- und Teichmolch, der Grasfrosch und die Erdkröte fortpflanzen. Man kann am Ufer auch die Gebirgsstelze beobachten.

Der bedrohte Uhu, unsere größte Eulen-Art, brütet als Felsenbewohner in unzugänglichen Steinbruch-Wänden. Dort sind die Jungvögel vor Feinden geschützt.   Vegetation mit niedrigen Heidekrautgewächsen bildet die Übergänge zwischen oberer Steinbruchkante und dem Wald. Typisch für diese besonnten Säume sind die Heidelbeere, die Preiselbeere und die Besenheide. Auch die Kreuzotter und ihre Beutetiere Blindschleiche und Berg-Eidechse lieben diese Plätze zum Aufwärmen.  

Bilder

Uhu Jungtier

Uhu Jungtier

Kreuzotter Männchen

Kreuzotter Männchen

Grasfrosch

Moose und Flechten

Moose und Flechten

Blindschleiche

Oppenrieder Bruch

Oppenrieder Bruch